Abstracts

FACHDIDAKTIK


Annelie Klemm (Staatsexamen)

Außerschulische Lernorte für den bilingualen Biologieunterricht


Laura Ritschel (Staatsexamen)

Qualitative LehrerInnenbefragung zu methodischen Entscheidungen im Englischunterricht


Jennifer Hauch (Staatsexamen)

Let’s Sing a Song: Das Potential des Chorsingens im Englischunterricht der Sekundarstufe I


LITERATURWISSENSCHAFTEN


Jenna Gittermann (BA)

Literarische Motiven in der deutschen Gegenwartsliteratur


Martin Franke (Staatsexamen)

Thematische, stoffliche und motivische Untersuchungen anhand des Films „Die Simpsons“

Die von Matt Groening geschaffene Zeichentrickserie „Die Simpsons“ ist heute eine der beliebtesten TV-Serien weltweit. Die über 500 entstandenen Episoden behandeln als zentralen Punkt die Familie Simpson mit den Charakteren Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie, welche mit alltäglichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten der heutigen Zeit konfrontiert werden. Zumeist werden diese Situationen karikiert sowie zynisch-satirisch dargestellt.

Rezensiert man die Serie, so ist vor allem bei Erwachsenen häufig zu vernehmen, sie habe keinen ernsthaften Hintergund und ist eher als Kindersendung mit einer gehörigen Menge Blödelei zu verstehen. Dem gegenüber stehen Forschungen aus den Bereichen der Anglistik/Amerikanistik, der Didaktik des Faches Deutsch sowie der Philosophie, wobei hier besonders auf das von William Irwin (Hrsg.) et al. im Jahre 2009 veröffentlichte Werk „Die Simpsons und die Philosophie“ verwiesen werden soll, bei dem die einzelnen Charaktere der Sendung mit berühmten philosophischen Positionen verglichen werden. So stellt beispielsweise Mark T. Conrad eine Verbindung der Figur des Bart Simpson mit Ansichten des deutschen Philologen Friedrich Nietzsche her. Es stellt sich die Frage, ob „Die Simpsons“ nun tatsächlich so sinnfrei sind, dass sie lediglich als Kinderunterhaltung bezeichnet werden müssen oder ob in ihnen ein essentieller Inhalt im Umgang mit den zeitgenössischen Problemen der Menschen steckt.

Bei der geplanten Examensarbeit soll konkret auf den 2007 erschienenen Film „Die Simpsons“ eingegangen werden. Dieser beinhaltet eine Vielzahl von thematischen, stofflichen und motivischen Punkten, deren Hintergründe es zu erschließen gilt. Als Beispiel kann hier die politische Unfähigkeit, in diesem Fall wird der US-Präsident Schwarzenegger so dargestellt, genannt werden, die sich besonders überspitzt zeigt. Aber auch die moralischen Einstellungen der Hauptcharaktere sollen im Hinblick auf ihre Handlungen berücksichtigt werden.

Trotz der gegebenen Kurzbeschreibung existieren für die Examensarbeit noch einige Unklarheiten bezüglich der Strukturierung und der inhaltlichen Abgrenzung. Dies sollte jedoch bis zum Präsentationstermin im Mai mit der Erstgutachterin geklärt sein.

Martin Franke, 15.02.2015


Cedric Kollien (BA)

Between Martyrdom and Victimage: Irishness, Nationalism, and Violence in the Poems of W.B. Yeats


Inna Margoulis (Staatsexamen)

Aspekte einer jüdischen Postmoderne anhand ausgewählter Romane von Doron Rabinovici und Vladimir Vertlib

Die Autoren Doron Rabinovici und Vladimir Vertlib zählen zu den bekanntesten jüdischen Gegenwartsautoren, die in deutscher Sprache schreiben. In ihren Romanen setzen sie sich mit Fragen nach der jüdischen Identität, Familiengeschichte(n), Israel- und Diasporabildern sowie Heimatkonstruktionen auseinander. Ihre Protagonisten sind Figuren, die sich zwischen verschiedenen Kontinenten, Sprachen und Lebensrealitäten bewegen.
In meiner Examensarbeit stelle ich mir die Frage, inwiefern die beiden ausgewählten Romane ‚Andernorts‘ (2010) von Doron Rabinovici und ‚Schimons Schweigen‘ (2012) von Vladimir Vertlib als Medien transkultureller Konzepte gelten können und dabei eine jüdische Postmoderne abbilden.
Hierfür identifiziere ich zunächst in einer theoretischen Auseinandersetzung drei Aspekte der jüdischen Postmoderne – Postzionismus, Diaspora als Lebensmodell und jüdische Familie als Erinnerungsort. Die Aspekte lassen sich sowohl den Inhalten der Romane entnehmen als auch aus den Themen der jüdischen Moderne herleiten. In einem weiteren Schritt untersuche ich die literarische Umsetzung dieser Aspekte. Damit soll gezeigt werden, inwiefern anhand der Erzählperspektive, der Verwendung literarischer Motivik oder der Darstellung von Erinnerungskonstruktionen Themen der jüdischen Postmoderne ästhetisch umgesetzt werden können.
In meinem Vortrag stelle ich kurz das Gesamtkonzept meiner Examensarbeit vor, wobei ich mich folgend auf einen ausgewählten Untersuchungsaspekt beziehen werde, um zeigen zu können, auf welche Art und Weise dieser Aspekt in einem der beiden Romane Ausdruck findet.
ausgewählte Literatur:
Primärliteratur:
Rabinovici, Doron: Andernorts. Berlin: Suhrkamp 2012.
Vertlib, Vladimir: Schimons Schweigen. Wien: Deuticke 2012.
Sekundärliteratur:
Battegay, Caspar: Judentum und Popkultur. Ein Essay. Bielefeld: transcript 2012.
Butler, Judith: Am Scheideweg. Judentum und die Kritik am Zionismus. Frankfurt a. M. und New York: Campus 2013.
Bär, Gerald: Das Motiv des Doppelgängers als Spaltungsphantasie in der Literatur und im deutschen Stummfilm. Amsterdam und New York: Rodopi 2005.
Charim, Isolde (Hrsg.): Lebensmodell Diaspora. Über moderne Nomaden. Bielefeld: transcript 2012.
Lezzi, Eva und Dorothea M. Salzer: Einleitung: Disziplinen im Dialog. In: Dies. (Hgg.): Dialog der
Disziplinen: Jüdische Studien und Literaturwissenschaft. Berlin: Metropol Verlag 2009, S.11- 47.
Meyer, Michael: Jüdische Identität in der Moderne. Frankfurt a. M.: Jüdischer Verlag 1992.
Patri, Kai Hendrik: Vergänglichkeit. Gene. Text. Dororn Rabinovicis Roman Andernorts als
Doppelhelix. In: Anthropologien der Endlichkeit. Stationen einer literarischen Denkfigur seit der  Aufklärung. Hrsg. v. Friederike Felicitas Günther und Torsten Hoffmann. Göttingen: Wallstein Verlag 2011.
Schäfer, Barbara (Hrsg.): Historikerstreit in Israel. Die „neuen“ Historiker zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Frankfurt a. M.: Campus 2000.
Segev, Tom: Elvis in Jerusalem. Die moderne israelische Gesellschaft. Berlin: Siedler 2003.
Vertlib, Vladimir: Spiegel im fremden Wort. Die Erfindung des Lebens als Lieratur. Dresdener
Chamisso-Poetikvorlesungen 2006. Dresden: Thelem 2007.

Jennifer Trapp (MA)

Die Neugestaltung Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ in den Kinderbüchern von Adolf Muschg „Der Rote Ritter“ und Auguste Lechners „Parzival“
Auch wenn die Geschichte von Parzival so alt ist, dass sie scheinbar am Anfang der deutsch-sprachigen Literatur steht, so gehört sie zu den wenigen erhaltenen Texten des Mittelalters. Ihre beständige Überlieferung auch außerhalb der mediävistischen Forschung weist auf die Aktualität dieses literarischen Stoffes hin.
Ausgehend von dieser Annahme wird die Umsetzung des mittelalterlichen Parzival für die Kinder- und Jugendliteratur des 20. Jahrhunderts anhand zweier Beispiele untersucht. Das Ziel dieser Arbeit ist die Herausarbeitung der Verwandtschaftsverhältnisse beider Gestaltungsweisen des Stoffes zum Originaltext, aber auch der Vergleich der Rezeptionen zu einander. Im Fokus steht speziell die Aufarbeitung für Kinder und Jugendliche, welche nicht dem ursprünglichen Kreis der mittelalterlichen Rezipienten „Parzivals“ anzurechnen sind. Den Ausgangspunkt für diese konkrete Fragestellung in Bezug auf die Kinder- und Jugendliteratur bildet die Hypothese, dass der mittelalterliche Geschichtenkanon –repräsentiert durch „Parzival“ – sich in wiederkehrenden Motiven wie Drachenkämpfen, Ritterschaft und Minne auch in der Kindheit als weit verbreitetes Interessengebiet manifestiert. Es wird unterstellt, dass die ausgewählten Kinderbuch-Rezeptionen, aufgrund ihrer Popularität, einen immensen Beitrag für die Dominanz dieser Thematik im Kindesalter leisten. Die Art und Weise wie die Autoren den mittelalterlichen Stoff aufarbeiten und aktualisieren, prägen das moderne und kindliche Verständnis des Mittelalters.
Die Auswahl der Kinderbuch-Rezeptionen erhebt auf keinen Fall Anspruch auf Vollständigkeit, dafür ist der Kosmos der (Kinder-)literatur, die das Thema „Mittelalter“ aufgreift zu unübersichtlich. Primär wurde basierend auf der jeweiligen Popularität der Kinderbücher bzw. ihrer Autoren entschieden. Dieses Kriterium unterstützt die Thematisierung von Adolf Muschgs „Der rote Ritter“ und Auguste Lechners „Parzival“. Zu Gunsten wissenschaftlicher Qualität muss auf eine größere Anzahl von Kinderbuch-Rezeptionen verzichtet werden. Das Spektrum moderner Kinderliteratur, welche mittelalterliche Stoffe und Themen aufgreifen, ist äußerst vielfältig, so dass eine Beschränkung auf einen Originaltext notwendig ist.
Der Aufbau der Arbeit basiert auf Wolfram von Eschenbachs mittelalterlichen „Parzival“, welcher als Vorlage der Kinderbücher betrachtet wird. Anhand der Auswahl herausstechender Aspekte sollen die unterschiedlichen Gestaltungsweisen hervorgehoben und untersucht werden. Da alle drei Texte die gleiche Geschichte erzählen, stehen die Abweichungen vom Original Eschenbachs im Fokus und nicht die Gemeinsamkeiten. Als erste Differenz in der Gestaltung fällt die erste Begegnung Parzivals mit Jeschute ins Auge und soll unter Berücksichtigung der Leseradäquanz im Kinderbuch und als Indikator des vermittelten Frauenbildes analysiert werden. Eine zweite Änderung die zu beobachten ist, ist besonders bei Muschg die Umwandlung der religiösen in eine bildungsgeschichtliche Bedeutung der Gralssuche. Als dritter Aspekt soll das Held-Antiheld-Verhältnis von Gawan und Parzival als Kontrastcharaktere, die dennoch beide eine Vorbildfunktion besitzen und deren Synthese scheinbar in Gahmuret zu finden ist, thematisiert werden. Die Ergebnisse dieser Vergleichsarbeit werden in der Schlussbetrachtung abschließend ausgewertet. Die Zielsetzung ist die erhoffte Fähigkeit eine Entscheidung treffen zu können, welches der vorgestellten Kinder- und Jugendbücher eine stoff- und rezipientenadäquate Neugestaltung der mittelalterlichen Originaltexte darstellt. Vorab wird demnach davon ausgegangen, dass die Erfüllung beider Aspekte kaum möglich ist und dass vom Autor eine Entscheidung getroffen werden musste in welchem Bereich Abstriche gemacht werden.

KULTURWISSENSCHAFTEN

Norbert Herbstreit (Staatsexamen)
Postmodernism and the „Monstrous Other“ in the TV Series „True Detective“

Danielle Norberg (BA)

The Remains of Decency: Shoes in the Early Years of the Settlement in Australia
Danielle

Stefanie Kirsch (MA)

Menschenrechte und Terrorismusbekämpfung: Ein Fallbeispiel aus Großbritannien

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